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Kommunale Abfallwirtschaft gemeinsam für sauberen Biomüll und starke Kreislaufwirtschaft

3.9.2025

Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU)

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) unterstützt die bundesweite Umweltkampagne „#wirfuerbio“, die sich für eine möglichst störstofffreie Bioabfallsammlung und gegen Plastik in der Biotonne stark macht. Mit dem diesjährigen Aktionsstart am 15. September setzen kommunale Abfallwirtschaftsbetriebe aus ganz Deutschland ein gemeinsames Zeichen für mehr Umweltbewusstsein und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.

„Sauberer Bioabfall – also Bioabfall mit möglichst wenig Fremdstoffen – ist die Grundlage für hochwertigen Kompost und klimafreundliche Energie. Wer richtig trennt, schützt nicht nur die Umwelt, sondern stärkt auch die kommunale Kreislaufwirtschaft“, erklärt Uwe Feige, VKU-Vizepräsident und Leiter des Kommunalservice Jena.

Ziel der Aktion: Weniger Plastik in der Biotonne

Die Kampagne „#wirfuerbio“ wurde von kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieben 2018 ins Leben gerufen und zählt mittlerweile über 80 Teilnehmer aus zwölf Bundesländern. Sie klärt darüber auf, dass Plastik – auch sogenanntes Bioplastik – nicht in die Biotonne gehört. Denn selbst kompostierbare Kunststoffbeutel zersetzen sich nicht vollständig und hinterlassen Mikroplastik, das über den Kompost in die Umwelt gelangt – und damit potenziell auch in unsere Nahrung und ins Trinkwasser.

Im Rahmen der Aktion werden bundesweit Informationsmaterialien verteilt, Tonnenkontrollen durchgeführt und Bürgerinnen und Bürger direkt angesprochen – etwa auf Wochenmärkten, in Schulen oder über Social Media. Ziel ist es, die Fehlwurfquote deutlich zu senken und die Qualität des Bioabfalls zu verbessern.

Sauberer Bioabfall als Ressource für Klima und Boden

Sortenreiner Bioabfall ist ein zentraler Baustein der kommunalen Kreislaufwirtschaft. Aus ihm entsteht hochwertiger Kompost, der Böden verbessert und Torf ersetzt. In Biogasanlagen wird Bioabfall zudem in Strom und Wärme umgewandelt – eine klimafreundliche Alternative zu fossilen Energieträgern. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Bioabfall möglichst frei von Störstoffen wie Plastik, Glas oder Metall ist.