Gewerbeabfälle.

"Neue Gewerbeabfallverordnung gilt seit dem 01.08.2017 - Überarbeitung erfolgt in Kürze!"

In einem Gewerbe fallen wie in einem privaten Haushalt, Abfälle zur Verwertung und zur Beseitigung an. Rechtsgrundlage für Gewerbebetriebe bildet insbesondere die Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV), die am 1. Januar 2003 in Kraft trat.

Sie wendet sich an Unternehmen des Handels, Handwerks und der Dienstleistung. Für öffentliche Einrichtungen gelten ebenfalls die Vorschriften der Gewerbeabfallverordnung. Darüber hinaus enthält die Verordnung Vorgaben für Betreiber von Vorbehandlungsanlagen.

Zu den gewerblichen Siedlungsabfällen gehören Abfälle aus gewerblichen oder öffentlichen Büros oder Praxen, Verwaltungsgebäuden, Schulen und Kindergärten. Ferner die in Kliniken und Pflegeheimen anfallenden Siedlungsabfälle, weil hier die medizinische und pflegerische Versorgung im Vordergrund steht. Entsprechendes gilt für Abfälle aus gewerblichen Beherbergungen wechselnder Gäste, wie Zimmervermietungen des Hotel- und Gaststättengewerbes. Gewerbliche Siedlungsabfälle umfassen auch Abfälle, die in einem privaten Haushalt infolge einer Maßnahme anfallen, die durch einen Gewerbetreibenden als Abfallerzeuger ausgeführt wird und die von diesem entsorgt werden.

Auch bei der ordnungsgemäßen und schadlosen Entsorgung von gewerblichen Siedlungsabfällen aus allen anderen Herkunftsbereichen als privaten Haushaltungen, genießt eine hochwertige Verwertung Vorrang. Das Verwertungspotenzial gewerblicher Siedlungsabfälle soll insbesondere durch die konsequente Getrennthaltung verwertbarer Abfälle bereits am Entstehungsort ausgeschöpft werden, was nicht nur der Umwelt zugute kommt, sondern für die Unternehmen auch mit wirtschaftlichen Vorteilen verbunden sein kann.

Ausnahmetatbestände sind nur dann zulässig, wenn nachweislich die Umsetzung nicht praktikabel ist, so z.B. bei technischer Unmöglichkeit, wirtschaftlicher Unzumutbarkeit, sehr starkem Verschmutzungsgrad, sehr geringem Wertstoffaufkommen, vergleichbarer hochwertiger Verwertung oder bei der genehmigungsbedürftigen Zuführung zu Versuchsanlagen.

Jeder Abfallbesitzer und Abfallerzeuger hat jedoch auch einen Restabfallbehälter in ausreichender Bemessung vorzuhalten (siehe § 7 Satz 4 GewAbfV). Denn der Gesetzgeber geht davon aus, dass bei jedem Erzeuger von gewerblichen Siedlungsabfällen Restabfall anfällt. Mit der Nutzung dieses Behälters wird auch gewährleistet, dass nicht durch eine Verunreinigung der Wertstoffederen hochwertige Verwertung behindert wird.

Asbest- und Mineralfaserabfälle:

Eine Ablagerung dieser Abfälle auf der Deponie Horm ist seit dem 16.07.2009 nicht mehr möglich. Asbest- und Mineralfaserabfälle unterliegen jedoch dem Anschluss- und Benutzungszwang, sind also dem ZEW weiterhin zu überlassen. Die AWA Entsorgung GmbH als vom ZEW beauftragte Dritte hat daher Mitbenutzungsverträge mit der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH (AVG) für die Deponie der Vereinigten Ville in Erftstadt-Liblar und mit der Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH (EGN) für die Deponie Brüggen II abgeschlossen. Abfallerzeuger und -besitzer solcher Abfälle haben ihre Abfälle bei einer Menge von über 1t (bis zu dieser Kleinmenge ist eine Abgabe am ELC Warden oder Horm möglich) dort zu entsorgen.

Deponie der Vereinigten Ville (AVG)
Luxemburger Str.
50374 Erftstadt - Liblar

Entsorgungs-Nr. 36231027

Deponie Brüggen II ( EGN)
Oebeler Heide
41379 Brüggen

Entsorgungs-Nr. 16611311