Elektro- und Elektronikgeräte

Elektroaltgeräte gehören nicht in den Hausmüll!

Sie enthalten nicht nur giftige Schadstoffe wie z.B. Cadmium, Blei, Flammschutzmittel, sondern auch kostbare Wertstoffe z.B. Kupfer, Gold oder seltene Erden.
 

Abgabe oder Abholung

Elektroaltgeräte aus privaten Haushaltungen können kostenlos an den Entsorgungszentren und Kleinanlieferplätzen des ZEW und den Recycling- bzw. Wertstoffhöfen der Städte und Gemeinden im ZEW Verbandsgebiet abgegeben werden.

Einige Kommunen bieten auch eine Altgeräteabholung in Begleitung zur Sperrmüllabholung an.

Die Stadt Aachen holt große Elektroaltgeräte (z.B. Herde, Waschmaschinen) kostenlos nach Terminvergabe ab.

Elektro- und Elektronikaltgeräte können auch unter bestimmten Umständen im Fachhandel unentgeltlich zurück- bzw. abgegeben werden.

Trennen und Separieren

Batterien und Akkus müssen vor der Abgabe herausgenommen und separat abgegeben werden. Um z.B. Brandgefahren zu vermeiden, sind die Anliefernden sogar per Gesetz dazu verpflichtet.

Das Trennen der unterschiedlichen Gerätetypen ist für das weitere Recyclingverfahren wichtig. Energiesparlampen enthalten beispielsweise Quecksilber, Kühlschränke eventuell, Fluorchlorkohlen­wasserstoffe (FCKW), Nachtspeichergeräte Asbest und Chrom VI.

Deshalb werden an den Annahmestellen die Geräte entsprechend den Vorgaben des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes, in sechs verschiedene Sammelgruppen einsortiert.

  • Gruppe 1: Wärmeüberträger z.B. Kühlschränke, Klimageräte, Ölradiatoren
  • Gruppe 2: Bildschirmgeräte z.B. Fernsehgeräte, Notebooks, Monitore
  • Gruppe 3: Lampen z.B. Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen, LED-Lampen
  • Gruppe 4: Großgeräte z.B. Waschmaschine, Trockner, Elektroherd
  • Gruppe 5: Kleingeräte z.B. Staubsauger, Toaster, Bügeleisen, Telefone
  • Gruppe 6: Photovoltaikmodule

Ein außergewöhnliches Recyclingbeispiel:

Als Gastgeber der olympischen Spiele 2021 in Tokio wollte Japan alle olympischen Medaillen aus den recycelten Schrottbestandteilen alter Elektrogeräte herstellen. Dafür wurde in 18.000 Sammelstellen über 3 Jahre Elektroaltgeräte, u.a. 5 Mio Handys, gesammelt. Daraus wurden 28 kg Gold, 3.500 kg Silber und 2.700 kg Bronze gewonnen und zu olympischen  Medaillen geschmolzen.
 

Wenn das Elektrogerät noch funktioniert….!

Noch besser im Sinne der Ressourcenschonung und des Klimaschutzes als das Recycling ist die Wiederverwendung, da die Geräte länger genutzt werden. Die Anzahl neu hergestellter Geräte reduziert sich dadurch und damit auch die Menge an benötigten Ressourcen und Energie. Alte und noch gebrauchsfähige Elektroaltgeräte finden fast immer eine Abnehmerin oder einen Abnehmer, die oder der das Gerät weiternutzt.

Deshalb sollten noch funktionierenden E-Geräte über Tauschbörsen oder Second-Hand-Läden weitergegeben werden.

  • TAUSCHEN -UND-VERSCHENKEN.DE - Der Marktplatz in der Region Aachen/Düren - zum Tauschen, Verschenken und Finden
  • Oxfam Shops -  in den 55 gemeinnützigen deutschen Shops arbeiten etwa 3.400 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Wenn das Gerät repariert werden kann…..!

Bei einer Reparatur von defekten E-Geräten muss nur ein Bruchteil der Rohstoffe und Energie eingesetzt werden, die für die Produktion von neuen E-Geräten benötigt werden. Zum Beispiel können Reparatur-Initiativen oder Repair-Cafés bei der Reparatur von defekten E-Geräten helfen.

  • www.awa-gmbh.de
  • Repair Cafés sind ehrenamtliche Treffen in Räumlichkeiten, bei denen die Teilnehmer alleine oder gemeinsam mit anderen ihre defekten Dinge instandsetzen.
  • Reparatur-Initiativen (Reparatur-Treffs, Reparier-Bars, Repair Cafés etc.) organisieren Veranstaltungen, bei denen defekte Alltagsgegenstände in angenehmer Atmosphäre gemeinschaftlich repariert werden.
  • CYCEL ist die Plattform zur Vermeidung von Elektroschrott.